Wintermute: Bitcoin-Rally eher Erholungsschub als Start eines neuen Bullenmarkts

KI-Marktzusammenfassung
Wintermute ordnet die jüngste Krypto-Rally als makrogetriebenen Erholungsaufschwung ein, nachdem schwächer als erwartete US-Arbeitsmarktdaten und als dovish wahrgenommene Fed-Signale globale Risikoanlagen gestützt haben. Bitcoin und Ethereum haben US-Aktien übertroffen, gestützt durch Akkumulation durch Wale, eine konstruktivere Positionierung am Optionsmarkt und eine Pause bei den Abflüssen aus Spot-BTC-ETFs, auch wenn der ETF-Mittelfluss seit Jahresbeginn weiterhin negativ ist. Die Bewegung von Ethereum ist stärker narrativ getrieben im Umfeld institutioneller Initiativen, trotz Kürzungen durch die Foundation und vorheriger ETF-Abflüsse.
Einflussstufe
● Hoch
Betroffene Assets
BTC/USDT+2.58%
AI-Einblick · BTC/USDTAI-Einblick
● Neutral
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BlockBeats, 7. Juli: Der Market Maker Wintermute sieht die jüngste Aufwärtsbewegung bei Risikoanlagen als "Relief Rally". Auslöser seien deutlich schwächer als erwartete US-Arbeitsmarktdaten (Nonfarm Payrolls) sowie Aussagen von Fed-Gouverneur Waller, die an den Märkten als dovish interpretiert wurden. In der Folge kam es zu einer breiten Erholung globaler Risikoassets, wobei der Kryptomarkt die stärksten Zugewinne verzeichnete. Bitcoin und Ethereum hätten zuletzt den S&P 500 und den Nasdaq deutlich übertroffen. Wintermute betont, die aktuelle Bitcoin-Rally fuße auf robusteren Fundamentaldaten. Treiber seien anhaltende Käufe durch "Whales", bullische Zuflüsse im Optionsmarkt sowie verbesserte Onchain-Signale. Zusätzlich habe das Ende der Nettoabflüsse aus Bitcoin-Spot-ETFs die Stimmung gestützt. Der abkühlende US-Arbeitsmarkt habe die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen in diesem Jahr gedämpft. Zudem habe Waugh beim Sintra Forum zwar das Inflationsziel von 2% bekräftigt, ohne eine restriktivere Linie anzudeuten, was Investoren als dovishere Ausrichtung der Fed werteten. Onchain-Daten zu Bitcoin zeigen laut Wintermute, dass Whale-Wallets in der Nähe des 200-Wochen-Durchschnitts mehr als 270.000 BTC akkumuliert haben. Im Optionsmarkt habe sich die Positionierung von defensiven Strategien hin zu Call-Optionen mit Ausübungspreisen zwischen 60.000 und 70.000 US-Dollar verschoben. Bei Ethereum sei der Kursanstieg vor allem durch institutionelle Narrative getrieben, darunter der offizielle Start von "Ethereum Institutional" sowie Fortschritte bei der Infrastruktur für institutionelle Tokenisierung. Gleichzeitig verweisen die Analysten auf Belastungsfaktoren: Entlassungen von rund 20% bei der Ethereum Foundation, eine Kürzung des Budgets um 40% und frühere Abflüsse aus ETH-ETFs deuteten weiterhin auf fundamentalen Druck hin. In Summe ordnet Wintermute die Bewegung eher als Erholungsrally ein, nicht als Beginn eines neuen langfristigen Bullenmarkts. Makro-Entspannung, nachlassende Spannungen im Nahen Osten, fortgesetzte institutionelle Ethereum-Adoption und die saisonal geringe Sommerliquidität hätten die Erholung begünstigt. Aus Finanzierungssicht bleibe das Bild jedoch gemischt: Der kumulierte Nettoabfluss aus Bitcoin-Spot-ETFs liege in diesem Jahr weiterhin bei rund 2,73 Mrd. US-Dollar. Solange ETF-Flows nicht nachhaltig drehen und einen klaren Trend ausbilden, sollte die aktuelle Marktbewegung als emotional getriebene Erholung und nicht als strukturelle Trendwende bewertet werden; Wintermute rät entsprechend zu Vorsicht für den weiteren Ausblick.