Trump-Erlass könnte Krypto den Zugang zu Fed-Zahlungssystemen öffnen – Ripple und XRP im Vorteil

Ein am 19. Mai von Präsident Donald Trump unterzeichneter Erlass könnte die Rahmenbedingungen für Digital-Asset-Firmen in den USA neu ordnen. Sollte die Regulierung den Vorgaben folgen, könnten vor allem Ripple und der Token XRP profitieren. Kernpunkte des Erlasses: Die Leiter der bundesweiten Finanzaufsichtsbehörden werden angewiesen, innerhalb von 90 Tagen Regeln und Aufsichtspraxis zu überprüfen. Im Fokus stehen mögliche gesetzliche Hürden, die Fintech- und Kryptounternehmen daran hindern könnten, mit bundesrechtlich regulierten Instituten (Banken, Kreditgenossenschaften, Investmentberater) zusammenzuarbeiten oder nationale Banklizenzen, Versicherungen bzw. andere bundesweite Genehmigungen zu erhalten. Zudem soll das Federal Reserve Board (FRB) innerhalb von 120 Tagen einen umfassenden Bericht vorlegen. Darin soll bewertet werden, welche Akteure Zugang zu staatlichen Zahlungskonten und -diensten erhalten können, ob die Fed rechtlich befugt wäre, Kryptofirmen direkten Zugang zu gewähren, und welche Risiken ein solcher Schritt mit sich bringen könnte. Relevanz für Ripple und XRP: Ripple positioniert XRP seit Langem als schnelle und kostengünstige "Bridge"-Währung für grenzüberschreitende Zahlungen, insbesondere für Banken und Finanzinstitute. Ein zentrales Hindernis ist bislang der begrenzte Zugang zur Zahlungsinfrastruktur der Federal Reserve, die derzeit überwiegend Einlageninstituten vorbehalten ist. Ohne direkten Anschluss an Fed-Zahlungsrails verfolgen Kryptounternehmen häufig nationale Bank- oder Trust-Charter, um die Voraussetzungen für diesen Zugang zu erfüllen. Mehrere Kryptoanbieter – darunter Kraken, Coinbase, Circle, Anchorage, Paxos und BitGo – haben entsprechende Lizenzen beantragt. Der Beitrag verweist darauf, dass Kraken jüngst den Zugang zu einem Fed-Masterkonto erhalten habe. Ripple selbst hat vom Office of the Comptroller of the Currency (OCC) eine bedingte Genehmigung für eine nationale Banklizenz erhalten. Mögliche Auswirkungen: Sollte die Fed den direkten Zugang auch für nichtbankliche Digital-Asset-Firmen öffnen, könnte Ripple seine Technologie enger mit dem US-Dollar-Zahlungssystem verzahnen. XRP könnte dann als Echtzeit-Brückenasset für Dollar-Abwicklungen dienen. Ein solcher Anschluss dürfte die Nachfrage nach XRP erhöhen und die Nutzung durch Finanzinstitute beschleunigen. Ob es dazu kommt, ist offen. Vor Änderungen werden Regulierer Fragen der rechtlichen Zuständigkeit sowie Risiken für Finanzstabilität, Liquidität und den operativen Betrieb abwägen. Fazit: Der Erlass setzt einen klaren Zeitplan für die Überprüfung struktureller Barrieren für Krypto im US-Zahlungsverkehr. Für Ripple und XRP könnte damit eine zentrale Hürde fallen – entscheidend sind die Ergebnisse der Prüfungen und wie die Behörden Innovation und Risiko austarieren.