Solana legt Quanten-Roadmap vor: Falcon als Signaturverfahren ausgewählt, Migration vorbereitet

Laut einem Bericht von ChainCatcher hat Solana einen Beitrag zu möglichen Auswirkungen von Quantencomputing auf Blockchains veröffentlicht. Demnach liege eine konkrete Bedrohung durch Quantencomputer zwar noch Jahre in der Zukunft, im Solana-Ökosystem seien jedoch bereits umfangreiche Analysen und technische Vorbereitungen erfolgt. Die Teams hinter den unabhängigen Verifikations-Clients Anza und Firedancer, die zusammen den Großteil des gestakten Netzwerkanteils abdecken, kamen nach eigenen Untersuchungen übereinstimmend zu dem Schluss, dass ein postquanten-sicheres Signaturschema mit kompakten Signaturen erforderlich ist, das für Hochdurchsatz-Blockchains geeignet ist. Gemeinsam entschieden sie sich für das Falcon-Verfahren. Beide Teams haben erste Implementierungen auf GitHub veröffentlicht. Als weitere Option verweist Solana auf den von Blueshift entwickelten Solana Winternitz Vault, der seit mehr als zwei Jahren im Ökosystem im Einsatz ist und einen direkten, quantenresistenten Pfad bietet. Google Quantum AI führte den Vault Anfang dieses Jahres in einem Whitepaper als eines der führenden Beispiele für vorausschauende Post-Quanten-Arbeiten an. Die aktuelle Quanten-Roadmap von Solana umfasst die fortlaufende Forschung sowie die Bewertung von Falcon und Alternativen, die Einführung postquanten-sicherer Verfahren für neue Wallets, sobald Quantencomputing als glaubwürdige Bedrohung gilt, sowie die Migration bestehender Wallets auf das ausgewählte Schema. Solana betont, der Migrationsprozess sei beherrschbar und zügig umsetzbar; spürbare Auswirkungen auf die Netzwerkleistung würden nicht erwartet.