SIREN stürzt um 75% ab: Whale verkauft 17 Mio. Tokens in zwei Stunden

SIREN hat am 13. Juni binnen kurzer Zeit stark nachgegeben. Wie CoinDesk berichtet, verwies der Onchain-Analyst EmberCN auf einen Großinvestor, der über mehrere Adressen innerhalb von rund zwei Stunden insgesamt etwa 17 Millionen SIREN-Token verkauft habe. Darunter seien demnach rund 6,75 Millionen native SIREN-Token gewesen. Mit Beginn der Verkäufe fiel der Kurs laut EmberCN von etwa 0,47 US-Dollar auf 0,23 US-Dollar. Der Abwärtsdruck hielt an; zum Zeitpunkt der Berichterstattung zeigte der Markt ein Tagestief von 0,126 US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang von rund 75% gegenüber dem vorherigen Niveau. Der Kursrutsch lenkt den Blick erneut auf die hohe Token-Konzentration. EmberCN zufolge halten Wallets, die mit Whales in Verbindung gebracht werden, zusammen mindestens 94% des gesamten SIREN-Angebots, rund 680 Millionen Token. Trifft diese Einschätzung zu, könnten wenige Adressen die Preisentwicklung deutlich stärker beeinflussen als bei den meisten Projekten üblich. Hohe Konzentration macht die Liquidität anfälliger für Schocks durch einzelne große Verkaufsorders; bei anhaltenden Abgaben in kurzer Zeit kann fehlende Gegennachfrage den Preisverfall beschleunigen und Risk-off-Stimmung auslösen. Auch am Derivatemarkt wurde Risiko schnell reduziert. Daten von CoinGlass zufolge sank das Open Interest während des Rückgangs auf 28 Mio. US-Dollar, ein Minus von nahezu 40%. Der gleichzeitige Preisrückgang und das fallende Open Interest sprechen eher für das Schließen von Long-Positionen beziehungsweise den freiwilligen Abbau bestehender Positionen als für den Aufbau größerer neuer Short-Wetten. Mit dem Abzug gehebelten Kapitals kühlte die kurzfristige Spekulation spürbar ab, der Markt sucht eine neue Preisspanne. Ähnliche Vorfälle häufen sich zuletzt im Kryptomarkt. Am 9. Juni brach der SAHARA-Token nach konzentrierten Verkäufen um etwa 55% ein; das Team erklärte später, es seien keine Sicherheitsprobleme am Token-Contract oder den Produkten festgestellt worden, und kündigte eine interne Prüfung an. Ein weiterer Fall betrifft EDGE: Der Token fiel Anfang Juni von rund 1,20 US-Dollar auf ein Intraday-Tief von etwa 0,36 US-Dollar. Das Projektteam edgeX hatte zunächst auf mögliche Marktmanipulation durch externe Akteure verwiesen; der Onchain-Ermittler ZachXBT widersprach später und verwies darauf, dass eine kleine Zahl von Adressen möglicherweise einen erheblichen Teil des umlaufenden Angebots kontrolliert habe.