US-CPI dürfte im Mai auf 4,2% steigen – wachsende Inflationssorgen

Odaily Planet Daily berichtet: Am Markt wird erwartet, dass die jährliche US-Inflationsrate (CPI, Gesamtindex) im Mai auf 4,2% anzieht (zuvor: 2,4%). Auf Monatsbasis wird ein Rückgang auf 0,5% prognostiziert. Damit läge die Teuerung erstmals seit Mai 2023 wieder über 4% und würde den höchsten Stand seit April 2023 erreichen. Als Haupttreiber gilt der Anstieg der Energiekosten im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran. Zugleich dürfte auch die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie zulegen: Für den jährlichen Core-CPI werden 2,9% erwartet, während die Monatsrate auf 0,3% fallen soll. Zunehmend wächst die Sorge, dass sich der Preisdruck ausweitet. Steigende Ölpreise übertragen Kostenschübe auf weitere Bereiche der Wirtschaft, was gegen eine rasche Entspannung spricht. Sanders, Chief Strategy Officer bei Charles Schwab, sagte: \u0022Das ist nicht nur ein Öl-Thema – es geht auch um die Geldmenge und wird zunehmend mit KI verknüpft. Das Inflationsproblem ist breiter als nur Energie, was darauf hindeutet, dass die Inflation zäh bleiben kann.\u0022 Sie ergänzte, die Nervosität der Anleger speise sich vor allem aus der Inflation; falle die Veröffentlichung schlechter aus als erwartet, dürften Aktienmärkte unter Druck geraten. Die Trump-Regierung geht davon aus, dass die Inflation nachlässt, sobald der Konflikt im Nahen Osten abflaut. Sanders hält dagegen und verweist auf stark gestörte Lieferketten: \u0022Selbst wenn der Krieg schnell endet, werden die Ölpreise kaum auf die früheren niedrigen Niveaus zurückkehren – das ist kein einfacher An-Aus-Schalter.\u0022 (Jin10)