Goldman Sachs beantragt Zulassung für Bitcoin Premium Income ETF

Goldman Sachs will ein neues, an Bitcoin geknüpftes Anlageprodukt an den Markt bringen. Aus einem am 14. April bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Prospekt geht hervor, dass die Bank die Genehmigung für den "Goldman Sachs Bitcoin Premium Income ETF" anstrebt. Der geplante Fonds soll in Bitcoin-börsengehandelte Produkte sowie darauf bezogene Derivate investieren. Zur Erzielung laufender Erträge sind Optionsstrategien vorgesehen, darunter der Verkauf von Call-Optionen, um Prämien zu vereinnahmen. Ziel ist eine indirekte Bitcoin-Exposure kombiniert mit regelmäßigen Ausschüttungen. Goldman Sachs hat seine Aktivitäten im Kryptosektor in den vergangenen Jahren schrittweise ausgeweitet. Nach anfänglicher Zurückhaltung reaktivierte die Bank im März 2021 ihren Krypto-Handelstisch und führte Bitcoin Non-Deliverable Forwards ein. Später folgten bitcoinbesicherte Kredite; zudem wurden ein erster bitcoinbesicherter Kredit sowie ein Non-Deliverable-Optionsgeschäft umgesetzt, bei dem Galaxy Digital als Liquiditätsanbieter fungierte. Bis 2024 nahm die indirekte Bitcoin-Allokation über Spot-Bitcoin-ETFs weiter zu. Berichten zufolge hielt Goldman dabei eine Position von 238 Mio. US-Dollar im BlackRock-Produkt IBIT, die bis Ende 2025 auf mehr als 1 Mrd. US-Dollar angewachsen sein soll. Auch BlackRocks iShares-Einheit hat bei der SEC die Auflegung eines "iShares Bitcoin Premium Income ETF" beantragt. Das Produkt soll Bitcoin-Exposure mit laufenden Erträgen über eine Covered-Call-Strategie verbinden. Der ETF ist als Delaware Statutory Trust geplant und soll in Bitcoin, Anteile am iShares Bitcoin Trust ETF (IBIT) sowie Barmittel investieren, einschließlich der aus Optionsgeschäften vereinnahmten Prämien. Goldman-Sachs-CEO David Solomon erklärte zudem, er halte privat eine kleine Menge Bitcoin. Er bezeichnete sich beim World Liberty Forum erneut als "Beobachter von Bitcoin" und bekräftigte seine frühere Einschätzung als "interessantes spekulatives Asset". Solomon verwies darauf, dass regulatorische Vorgaben Goldman derzeit daran hindern, Bitcoin direkt zu halten oder zu handeln. Künftige Änderungen könnten nach seinen Worten den Weg für Market-Making in Bitcoin und Ethereum öffnen.