CME ermöglicht rund um die Uhr Handel mit wichtigen Krypto-Derivaten

Die CME Group hat laut CoinDesk ab dem 29. Mai den Handel mit Krypto-Futures und -Optionen auf Globex auf einen nahezu durchgängigen 24/7-Betrieb ausgeweitet. Damit rücken die Handelszeiten regulierter Terminmärkte näher an den 24-Stunden-Rhythmus von Krypto-Assets. Das Angebot umfasst Bitcoin und Ethereum sowie XRP und wird auf weitere Token ausgeweitet, darunter Solana, Cardano, Chainlink, Stellar, Avalanche und Sui. Nach dem CME-Zeitplan startet der kontinuierliche Modus am Freitag um 16:00 Uhr und bleibt über weite Teile des Wochenendes geöffnet; vorgesehen ist mindestens ein zweistündiges Wartungsfenster. Für institutionelle Anleger bedeutet das mehr Flexibilität beim Absichern, Rebalancing und Risikomanagement auch an Wochenenden und Feiertagen, ohne auf die Wiedereröffnung traditioneller Märkte warten zu müssen. Abwicklungen, Clearing und Reporting von an Wochenenden und Feiertagen ausgeführten Trades erfolgen weiterhin am nächsten Geschäftstag. CME belässt damit die bestehenden Backoffice-Prozesse, verlängert aber die Frontend-Handelszeiten auf nahezu 7×24. Die Ausweitung beschränkt sich nicht auf Bitcoin und Ethereum. CME nimmt zusätzliche große Token wie XRP, ADA, LINK, XLM, AVAX und SUI in den kontinuierlichen Handel auf. Aus Produktsicht spiegelt das die wachsende institutionelle Nachfrage nach Krypto-Derivaten über die beiden Leitwährungen hinaus wider, etwa in Bereichen wie Zahlungsverkehr, Cross-Chain-Interoperabilität und Smart-Contract-Ökosysteme. Für regulierte Plattformen kann eine breitere Asset-Abdeckung zudem die Liquiditätskontinuität über Regionen und Zeitzonen hinweg stärken. Das nominale Handelsvolumen von XRP-Futures lag in den vergangenen zwölf Monaten bei 62,87 Mrd. US-Dollar. Für 2025 beziffert CME das nominale Volumen von Krypto-Futures und -Optionen auf rund 3 Bio. US-Dollar. CME verweist auf weiter steigende institutionelle Nachfrage. Tim McCourt, Leiter für Global Equities, Foreign Exchange und Alternative Products bei CME, hatte zuvor erklärt, der Bedarf an Instrumenten zur Steuerung von Krypto-Risiken habe deutlich zugelegt und treibe das Wachstum der entsprechenden Futures- und Optionsvolumina. Der 24/7-Handel zielt darauf ab, Risikolücken außerhalb klassischer Handelszeiten zu schließen: Makrodaten oder plötzliche Krypto-Ereignisse können Volatilität auslösen, wenn traditionelle Märkte geschlossen sind. Längere Handelszeiten sollen ein schnelleres Hedging und eine raschere Positionsanpassung ermöglichen. Markseitig könnte der Schritt Wochenend-Wochentags-Lücken reduzieren, den zeitzonenübergreifenden Handel glätten und die Preisfindung an regulierten Märkten näher an das Tempo von On-Chain- und Spotmärkten heranführen.