CFTC verklagt New Mexico wegen Regulierung von Prognosemärkten

Wie Odaily Planet Daily berichtet, hat die US-Aufsichtsbehörde CFTC (Commodity Futures Trading Commission) vor dem US-Bundesgericht für den Distrikt New Mexico Klage gegen Gouverneurin Michelle Lujan Grisham, Generalstaatsanwalt Raúl Torrez und weitere Amtsträger eingereicht. Ziel ist es, den Bundesstaat daran zu hindern, seine Glücksspielvorschriften auf Prognosemarkt-Plattformen anzuwenden. Zuvor hatte New Mexico Kalshi verklagt. Der Vorwurf: Das Unternehmen habe Einwohnern des Bundesstaats ohne entsprechende Genehmigung Sportwetten angeboten und zudem Nutzern unter dem in New Mexico geltenden Mindestalter von 21 Jahren die Teilnahme ermöglicht. Der Generalstaatsanwalt erklärte, legales Glücksspiel könne im Bundesstaat nur auf Basis von Tribal-State-Gaming-Compacts oder innerhalb eines strikt regulierten staatlichen Rahmens betrieben werden. Die CFTC hält dagegen, Plattformen wie Kalshi böten bundesrechtlich regulierte Derivatekontrakte an und keine Glücksspielprodukte nach Landesrecht. CFTC-Chef Michael Selig erklärte, New Mexico versuche, staatliche Glücksspielgesetze auf föderal regulierte Derivatebörsen anzuwenden, die der ausschließlichen Zuständigkeit der CFTC unterlägen. In den vergangenen Monaten hat die CFTC bereits Klagen gegen mehrere Bundesstaaten, darunter Wisconsin, Illinois, Arizona, Connecticut und New York, eingereicht, um ihre Aufsicht über Sport-Prognosemärkte durchzusetzen. In dieser Woche legte die Behörde zudem umfassendere Vorschläge für Regeln zu Prognosemärkten vor, die sportbezogene Kontrakte grundsätzlich weiterhin zulassen.