Kanada plant Verbot von Krypto-Geldautomaten und will Krypto-Spenden im Wahlkampf einschränken

Kanada steuert auf strengere Vorgaben für den Zugang zu Kryptowährungen und deren Einsatz in der Politik zu. In der Spring Economic Update 2026 sowie parallel laufenden Gesetzesinitiativen zeichnet sich ab: Krypto-ATMs sollen landesweit verboten werden, zudem sollen Krypto-Spenden in Bundeswahlkämpfen untersagt werden. Hintergrund sind wachsende Betrugsfälle und Risiken bei Transparenz und Nachverfolgbarkeit. Krypto-Geldautomaten im Fokus der Betrugsbekämpfung Wie CBC News berichtet, hat die Bundesregierung ein flächendeckendes Verbot von Kryptowährungs-Geldautomaten vorgeschlagen. Diese Automaten gelten nach Darstellung der Behörden als ein zentraler Weg, über den Betrüger Opfer um Geld bringen und illegale Mittel verschieben. In Kanada stehen derzeit fast 4.000 Geräte – damit weist das Land laut Bericht weltweit die höchste Pro-Kopf-Dichte auf. Ermittlungen sehen die Automaten als ein Kerninstrument in Betrugsschemata. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch FINTRAC. In einer Auswertung vom Februar 2023, gestützt auf Meldungen verdächtiger Transaktionen, identifizierte die Behörde Krypto-ATMs als wiederkehrenden Kanal, über den Opfer auf betrügerische Anweisungen hin Gelder transferieren. Krypto-ATMs ermöglichen es, Bargeld ohne Bankkonto schnell in digitale Vermögenswerte umzuwandeln. Bei Transaktionen unter 1.000 US-Dollar reicht häufig eine Telefonnummer; die Übertragung erfolgt zügig und mit begrenzten Identitätsprüfungen. Anders als im klassischen Bankensystem fehlt eine Vor-Ort-Kontrolle, die während der Zahlung Auffälligkeiten erkennen könnte. Zwar gelten die Betreiber derzeit als Money Services Businesses, spezifische Branchenregeln für den Betrieb solcher Automaten gibt es in Kanada bislang nicht. Gesetzesvorstoß zu Krypto-Spenden in der Bundespolitik Unabhängig davon treibt Kanada eine Einschränkung von Kryptowährungen in der Wahlkampffinanzierung voran. Das Unterhaus hat Bill C25, den Strong and Free Elections Act, jüngst in zweiter Lesung weitergebracht. Der Entwurf würde politischen Parteien, Kandidaten und verbundenen Organisationen die Annahme von Krypto-Spenden untersagen. Das Verbot soll auch für Führungswahlen, Nominierungsverfahren, Wahlkreisverbände sowie Drittanbieter-Werbetreibende gelten. Unzulässige Zuwendungen müssten innerhalb von 30 Tagen zurückgezahlt oder an den Receiver General überwiesen werden. Unterstützung kommt aus mehreren Parteien, was auf eine breite Zustimmung für schärfere Regeln hindeutet. Als Begründung nennen Abgeordnete vor allem Schwierigkeiten bei der Verifizierung von Spenderidentitäten und der Nachverfolgung der Mittelherkunft bei digitalen Vermögenswerten. Hinweis: Diese Informationen dienen ausschließlich der Information und Weiterbildung und stellen keine Finanzberatung oder sonstige Beratung dar. Coin Edition übernimmt keine Verantwortung für Verluste, die aus der Nutzung der genannten Inhalte, Produkte oder Dienstleistungen entstehen. Leserinnen und Leser sollten vor Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Unternehmen Vorsicht walten lassen.