BitMine stockt Treasury trotz Marktschwäche um 40.000 ETH auf
Der Kryptomarkt zeigt sich angespannt. Zwar notieren viele Token im Plus, doch die Käuferseite kann den Verkaufsdruck bislang nicht nachhaltig abfedern. In diesem Umfeld sorgt Tom Lee's BitMine mit einem weiteren Zukauf für Aufmerksamkeit.
Laut Daten von Lookonchain hat BitMine am 4. April weitere 40.000 ETH im Gegenwert von 82,07 Mio. US-Dollar über FalconX, einen Prime-Broker für institutionelle Kunden, in die eigene Treasury übernommen.
Der Zeitpunkt fällt in eine Phase ausgeprägter Risikoaversion: Der Crypto Fear & Greed Index lag im Bereich "Extreme Fear". Seit Mitte Januar bewegt sich das Stimmungsbarometer überwiegend unterhalb der Neutralzone, meist in den Segmenten "Fear" und "Extreme Fear". Das unterstreicht, dass Akteure wie BitMine nicht auf eine kurzfristige Marktaufhellung setzen, sondern Positionen mit langfristiger Überzeugung ausbauen.
Ein ähnliches Muster ist im Bitcoin-Ökosystem zu beobachten: Michael Saylor's Strategy hält 762.099 BTC und gilt als Vorbild für weitere Unternehmen, darunter Metaplanet, Boyaa Interactive und American Bitcoin Corp.
Mit dem jüngsten Zukauf beläuft sich BitMine's ETH-Bestand auf 4.732.082 ETH im Wert von 9,69 Mrd. US-Dollar. Dahinter folgen SharpLink mit 868.699 ETH (1,77 Mrd. US-Dollar) und The Ether Machine mit 496.712 ETH (1,01 Mrd. US-Dollar). ETHZilla rangiert auf Platz 7 und hält rund 69.802 ETH (141,92 Mio. US-Dollar). Galaxy Digital liegt auf Rang 9 mit 29.200 ETH (59,33 Mio. US-Dollar). Insgesamt kommen damit mehr als 30 Einheiten zusammen auf 6.733.596 ETH im Wert von 13,79 Mrd. US-Dollar.
Am Markt notierte ETH zuletzt bei 2.028,64 US-Dollar, ein Minus von 1,34% binnen 24 Stunden. Parallel verzeichneten Spot-Ethereum-ETFs zum Start des neuen Quartals Abflüsse. Gleichzeitig zeigen Exchange-Flow-Daten, dass Investoren trotz schwächerer Kurse ETH von Börsen abziehen, was als längerfristig bullisches Signal gewertet wird.
Hinzu kommt: Die Ethereum Foundation hat ihre gestakten ETH-Bestände innerhalb von sieben Tagen auf rund 139 Mio. US-Dollar erhöht. Das deutet darauf hin, dass größere Marktteilnehmer weiterhin auf den langfristigen Anlagehorizont setzen.
Kurzfazit: Selbst in einem Umfeld von "Extreme Fear" bauen einzelne Unternehmen ihre ETH-Reserven weiter aus. Trotz schwacher kurzfristiger Kursentwicklung sprechen die Abflüsse von Börsen für eine langfristig konstruktive Positionierung.