Strive-Chef sieht kräftigeren Bitcoin-Zyklus: Rückenwind durch ETF-Zuflüsse und schwächeren US-Dollar

KI-Marktzusammenfassung
Der Bericht stellt den überproportionalen Wochengewinn von Bitcoin als gestützt dar durch starke Zuflüsse in US-Spot-BTC-ETFs (1,92 Mrd. USD) sowie einen makroökonomischen Rückenwind aus nachlassenden langfristigen Renditen und einem schwächeren US-Dollar infolge einer Ausweitung der Treasury-Repo-Operationen. Indikatoren der Risikobereitschaft (Fear & Greed bei 78) deuten auf erhöhte Momentum-Bedingungen hin. Die Erörterung einer Stärkung von BTC gegenüber Gold und der fortgesetzten Unternehmensakkumulation hebt schrittweise Nachfragetreiber hervor, weist jedoch auf ein kurzfristiges Rückschlagsrisiko nach einer schnellen Bewegung hin.
Einflussstufe
● Hoch
Betroffene Assets
BTC/USDT+2.53%
AI-Einblick · BTC/USDTAI-Einblick
▲ Bullisch
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Bitcoin hat laut CoinDesk in der vergangenen Woche den größten Wochenanstieg seiner Geschichte in US-Dollar verzeichnet. Matt Cole, CEO des Vermögensverwalters Strive, wertet die Bewegung nicht als kurzfristige Erholung, sondern als mögliches Signal für einen stärkeren Bitcoin-Zyklus. Zum Wochenschluss legte Bitcoin um 14.264 US-Dollar auf 77.387 US-Dollar zu, ein Plus von rund 22,7%. Parallel dazu meldeten US-Spot-Bitcoin-ETFs in der Woche bis zum 21. August Nettozuflüsse von 1,92 Mrd. US-Dollar, den höchsten Wert seit Oktober 2025. Die Rückkehr der Mittel in die ETFs bei gleichzeitig steigenden Kursen habe die Stimmung deutlich aufgehellt. Der Crypto Fear & Greed Index kletterte auf 78 und liegt damit nahe am Bereich "extreme Gier"; es ist der höchste Stand seit Dezember 2024. Als zusätzlichen Makroimpuls nennt der Bericht die Ausweitung des Rückkaufprogramms des US-Finanzministeriums (Treasury): Langfristige US-Renditen seien vorübergehend gefallen, der US-Dollar habe nachgegeben, während Bitcoin, Gold und Aktien gleichzeitig zulegten. Cole sieht in dieser Kombination neue Unterstützung für Bitcoin. Für die kommenden 12 bis 18 Monate erwartet er eine Phase relativer Dollar-Schwäche, ein Umfeld, das Bitcoin seiner Einschätzung nach in dieser Form bisher nicht wirklich erlebt habe. Bleibt der Dollar unter Druck, könne Kapital weiter in Anlageklassen fließen, deren Angebot weniger stark ausgeweitet werden kann. Auch im Verhältnis zu Gold habe Bitcoin an Stärke gewonnen. Aktuell entspreche 1 Bitcoin etwa 16,73 Unzen Gold, der höchste Stand seit Mai. Cole betont, dass das Verhältnis Bitcoin/Gold mitunter früher auf Zykluswechsel hinweise als der in US-Dollar gemessene Preis. Nach seinen Angaben markierte Bitcoin gegenüber Gold bereits im Dezember 2024 ein Hoch, bevor der US-Dollar-Kurs im Oktober 2025 sein damaliges Rekordniveau erreichte. Dieses Mal achte er darauf, dass Bitcoin sowohl gegenüber dem US-Dollar als auch gegenüber Gold wichtige Marken überwindet. Halte die relative Stärke zu Gold an und verlagere sich Kapital weiter in knappe Assets, könne zusätzliches Neugeld in Bitcoin fließen. Strive will die eigenen Bitcoin-Bestände in diesem Jahr weiter ausbauen. Trotz des optimistischen Ausblicks schließt Cole eine Korrektur nach dem schnellen Anstieg nicht aus. Er rechnet jedoch damit, dass Kaufdruck auch nach einem Rücksetzer zügig zurückkehren könnte. Das Unternehmen hatte während der Marktschwäche früher im Jahr weiter zugekauft. Berichten zufolge erwarb Strive zwischen Ende Mai und Anfang Juni 2.500 BTC für rund 185,2 Mio. US-Dollar zu einem Durchschnittspreis von etwa 74.092 US-Dollar. Mitte bis Ende Juni kamen weitere 759 BTC für rund 50 Mio. US-Dollar hinzu. Zudem weitete Strive im Juni den Finanzierungsrahmen aus und will die Fundraising-Kapazität über zwei "at-the-market"-Programme um 4,2 Mrd. US-Dollar erhöhen, um künftige Käufe finanzieren zu können. Cole sagte, sollte Bitcoin wie erwartet weiter an Stärke gewinnen, könne übermäßige Vorsicht selbst zum Risiko werden. Kernthese des Kommentars: Ein schwächerer US-Dollar, eine wachsende Präferenz für knappe Assets im KI-Zeitalter und anhaltende ETF-Zuflüsse verstärken gemeinsam die Erwartungen an den nächsten Aufwärtszyklus von Bitcoin.