Bitcoin erholt sich nach Entspannung im US-Iran-Konflikt – Markt blickt auf ETF-Zuflüsse
ChainCatcher berichtet: Bitcoin fiel von knapp 73.000 US-Dollar auf unter 60.000 US-Dollar und erholte sich anschließend auf rund 63.500 US-Dollar. Damit liegt BTC weiterhin etwa 50% unter seinem Allzeithoch von rund 126.000 US-Dollar im Oktober 2025.
Der Rückgang hat Bitcoin in Bewertungszonen gedrückt, die typischerweise mit Bärenmarkt-Tiefs verbunden sind – ohne die sonst häufig als Bestätigung eines Bodens gewerteten Panikverkäufe. Ein Auslöser war eine Meldung rund um Michael Saylors Unternehmen Strategy: Am 1. Juni gab das Unternehmen den Verkauf von 32 BTC bekannt. Der Erlös von rund 2,5 Mio. US-Dollar soll zur Zahlung von Dividenden auf die bevorzugten STRC-Aktien verwendet werden. Obwohl das Volumen im Verhältnis zu den Beständen von etwa 845.000 BTC gering ist, wertete der Markt dies als Verhaltensänderung – auch vor dem Hintergrund von Saylors langjähriger Aussage, er werde Bitcoin "niemals verkaufen". Strategy könnte mit dem Schritt demonstrieren wollen, dass BTC als Corporate-Treasury-Asset genutzt werden kann und nicht nur als langfristige Position im Bestand gehalten wird.
Zuvor hatten Spannungen im Iran die Ölpreise nach oben getrieben und die Sorge vor dauerhaft hohen Zinsen verstärkt. In der Folge handelte BTC zeitweise stärker wie ein High-Beta-Proxy auf den Nasdaq. Mit der Entspannung der Makrolage setzte eine Erholung ein: Donald Trump erklärte, die USA hätten ihren Krieg mit Iran faktisch beendet, Regierungsvertreter signalisierten Fortschritte in Richtung einer Vereinbarung, Brent-Öl fiel in Richtung 85 US-Dollar und US-Aktien erholten sich.
Zusätzlichen Rückenwind für die Risikoneigung lieferte SpaceX: Das Unternehmen wurde am Freitag an der Nasdaq gelistet und schloss bei 161 US-Dollar – ein Plus von 19% gegenüber dem Ausgabepreis von 135 US-Dollar.
Der Wochenanstieg von 4,7% bei BTC überdeckt die hohe Volatilität. Die Notierung rutschte in Bereiche, in denen langfristige Bewertungskennzahlen auf Unterbewertung hindeuten, stabilisierte sich ohne eine erzwungene Verkaufswelle und zog mit der Verbesserung der Makronachrichten wieder an. Für eine nachhaltige Trendwende sei laut Bericht die Rückkehr der Nachfrage entscheidend – darunter stabile ETF-Zuflüsse, erneutes Kaufinteresse sowie eine ausreichende Bereinigung verlustreicher Positionen.