Schwache Monsunregen in Indien treiben Zuckerpreise deutlich nach oben

Indiens Wetterbehörde meldete, dass die kumulierten Monsun-Niederschläge bis zum 26. Juni 42% unter dem Normalwert lagen und der diesjährige Monsun der schwächste seit 11 Jahren sein könnte. Japans Meteorologische Behörde bestätigte die Bildung eines El Niño, während die US-Behörde NOAA die Wahrscheinlichkeit eines „Super El Niño“ in diesem Jahr auf 67% bezifferte. Die International Sugar Organization (ISO) senkte ihre Prognose für die weltweite Zuckerproduktion 2026/27 auf 180 MMT und erwartet statt eines Überschusses ein Defizit von 262,000 MT. Zusammen mit einem sinkenden Zuckeranteil in Brasiliens Verarbeitung sowie niedrigeren Indien-Schätzungen und Exportquoten stützte dies die Sorge um das Angebot und ließ New Yorker und Londoner Zucker-Futures am Tag um mehr als 3% steigen.