vor 2T
Russland kämpft mit Kraftstoffknappheit: Benzinpreis steigt in einer Woche auf 71,20 Rubel je Liter
Nach groß angelegten ukrainischen Drohnenangriffen sind wichtige Raffinerieanlagen, darunter in Moskau, schwer beschädigt worden; vielerorts kommt es zu Engpässen und Rationierungen von Kraftstoffen. Mitte Juni lag die Benzinproduktion demnach 25% unter dem Vorjahresniveau, Diesel um 15% niedriger. In der Woche bis 22. Juni stieg der landesweite Durchschnittspreis für Benzin auf 71,20 Rubel je Liter – der größte Wochenanstieg seit 2006. Auch Flugkraftstoff wurde knapper, an einigen Flughäfen zogen die Preise im Juni deutlich an; einzelne Standorte meldeten Sprünge von 64%.
vor 2T
6-22
Experte warnt: KI-Rechenzentrumsboom von Microsoft, Meta und Google mit über 220 Mrd. US-Dollar könnte kippen
Der Cloud- und KI-Experte David Linthicum warnt, dass Microsoft, Meta und Google für 2025 zusammen mehr als 220 Mrd. US-Dollar für KI-Rechenzentren und Infrastruktur verplant haben, obwohl die Nachfrage das Ausmaß bislang nicht trage. Er sagt, KI-Dienste seien teuer und die Einführung in Unternehmen verlaufe langsamer als in optimistischen Prognosen angenommen. Linthicum verweist zudem auf Aussagen von IBM-Chef Arvind Krishna, wonach die Rechnung bei Investitionen in der Größenordnung hunderter Gigawatt nicht aufgehe: Ein 1-Gigawatt-Rechenzentrum koste rund 80 Mrd. US-Dollar, und zur Bedienung der Finanzierung wären etwa 800 Mrd. US-Dollar an Gewinnen nötig.
6-22
6-22
US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer reist am 23.–24. Juni nach Indien, um erstes Paket eines vorläufigen Abkommens finalisieren
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer besucht Indien am 23.–24. Juni, um gemeinsam mit der indischen Seite die erste Phase eines vorläufigen Handelsabkommens abzuschließen und Gespräche über ein breiteres bilaterales Abkommen voranzutreiben. Ziel ist es, das erste Paket bis Mitte Juli zu unterzeichnen. Die Verhandlungen stehen unter Zeitdruck wegen des 24. Juli, wenn die 150-tägige Frist des 10%igen US-Pauschalzolls auf alle Importe endet, und laufen parallel zu einer Section-301-Untersuchung der USTR zu mutmaßlich mit Zwangsarbeit verbundenen Importen.
6-22
6-21
Mögliches US-Iran-Memorandum könnte Irans Ölexporte wieder ankurbeln und jährlich über 60 Milliarden US-Dollar einbringen
Berichten zufolge verhandeln die USA und Iran über ein Memorandum of Understanding, das Iran die Wiederaufnahme großangelegter Öl- und Treibstoffexporte ermöglichen und jährliche Einnahmen von mehr als 60 Milliarden US-Dollar bringen könnte. Mehrere iranische Öltanker sollen bereits diese Woche ausgelaufen und eine von der Zeitung als US-Seeblockade bezeichnete Linie passiert haben, was auf einen frühen Neustart der Ausfuhren hindeutet, wie das Wall Street Journal berichtet. Sollte der Schritt umgesetzt werden, könnten die Erwartungen an ein größeres globales Rohölangebot steigen. Weder Washington noch Teheran haben die berichteten Details oder die Einnahmeschätzungen offiziell bestätigt.
6-21
6-20
Iran nimmt nach US-Waffenruhe 18 Millionen Barrel Ölexporte wieder auf – Siegesnarrativ trifft auf wirtschaftliche Realität
Iran und die USA haben eine vorläufige Waffenruhe vereinbart, woraufhin Washington die Seeblockade iranischer Häfen aufhob und Teheran die groß angelegten Rohölexporte wieder aufnahm. In den vergangenen Tagen wurden demnach 18 Millionen Barrel im Wert von rund 1,44 Milliarden US-Dollar exportiert, vor allem von der Insel Kharg. Das zusätzliche Angebot könnte den globalen Ölmarkt stärker versorgen und Druck auf die Ölpreise ausüben. Der Text betont, dass der Exportanstieg bereits erfolgt ist und die Preise weiter belasten könnte.
6-20
6-19
Reliance Industries skizziert auf der AGM 2026 Energiewende mit Fokus auf indische Solarenergie und grünem Ammoniak
Reliance Industries kündigte auf der Hauptversammlung 2026 an, die Energiewende zu beschleunigen und den Schwerpunkt auf inländische grüne Energie, grünes Ammoniak und eine KI-gestützte autonome Raffinerie zu legen. Das Unternehmen verknüpft die Pläne mit dem Ziel, Indiens Abhängigkeit von Energieimporten von nahezu 70% zu verringern. Gleichzeitig wird betont, dass Indiens Energiebedarf in allen Segmenten schnell steigt und das Land kurzfristig weiterhin stark auf Importe als Netto-Ölimporteur angewiesen ist. Der Vorgang beinhaltet keine Angebotsstörungen oder plötzlichen politischen Kurswechsel und steht nicht in direktem Zusammenhang mit Aktienindizes oder Devisen.
6-19
6-19
USA prüfen bis zu sechs Monate lang Truppenpräsenz in Europa und mahnen NATO-Verbündete zu höheren Verteidigungsausgaben
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat eine umfassende Überprüfung der amerikanischen Militärpräsenz in Europa angekündigt, die bis zu sechs Monate dauern soll. Zugleich forderte er die NATO-Verbündeten auf, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen und mehr Verantwortung für die Sicherheit des Kontinents zu übernehmen. Washington hat nach Angaben von NATO-Generalsekretär Mark Rutte bereits Teile der für NATO-Krisen bereitgestellten Fähigkeiten reduziert, darunter Umfang und Verfügbarkeit bestimmter Kampfjet-, Drohnen- und Marinebeiträge. Europäische Staaten wie Belgien wollen die Lücken mit zusätzlichen F-16 und MQ-9B schließen, während Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius vor gefährlichen Fähigkeitslücken durch einen schnellen Abzug ohne Alternativen warnte.
6-19
6-18
Gold startet in eine neue Ära: Rekordrally könnte erst am Anfang stehen
Gold tritt laut dem Beitrag in eine neue Phase eines strukturellen Bullenmarkts ein, nachdem das Metall eine der stärksten Rallys der vergangenen Jahre hingelegt und Rekordstände erreicht hat. Treiber seien vor allem anhaltende Käufe der Zentralbanken zur Diversifizierung und zur Verringerung von Währungsrisiken, flankiert von hoher Staatsverschuldung, Sorgen um fiskalische Stabilität und wiederkehrenden geopolitischen Spannungen. Kurzfristig belasten höhere Anleiherenditen und die Unsicherheit über den Zeitpunkt von Zinssenkungen der US-Notenbank. Viele Marktbeobachter erwarten jedoch, dass eine spätere geldpolitische Lockerung das Umfeld für Gold deutlich verbessern würde.
6-18